design school


[co-teaching by Helmut Draxler]

Anfang und Ende eines Projekts scheinen stets klar definiert zu sein: Aufgabenstellung und Präsentation der fertigen Arbeit stellen den fixen Rahmen dar, doch was geschieht eigentlich in der Zwischenzeit? Wie wird der Unterricht, die eigene Arbeit, das recherchierte Material "rhythmisch" organisiert? Die Frage, wie ein Projekt zu beginnen und zu beenden ist, verweist auf Aspekte der Gliederung, von Struktur und Prozess, die schwer greifbar sind. Meist verschwinden sie hinter dem fertigen Produkt, und sind doch entscheidend dafür, wie Inhalte und Formen aufeinander bezogen, ob der Aufgabenstellung entsprechende Lösungen überhaupt gefunden, und wie effizient die eigenen Ressourcen eingesetzt werden können.

Entgegen der gängigen, mythischen Vorstellung ("Rhythm is Life and Life is Rhythm") sind rhythmische Strukturen sehr wohl analysierbar und auf die jeweilige historische Situation beziehbar, in der sie entstanden sind, und wie sie von dort aus rezipiert wurden. Es wird darum gehen, literarische, musikalische oder statische und bewegte bildhafte Strukturen zu untersuchen, nach deren Funktion und Sinn zu fragen und mit dem eigenen Arbeitsprozess in Verbindung zu bringen. Wie kann der Weg schließlich im Ziel aufscheinen? Welche rhythmischen Qualitäten können in der abschließenden Publikation ausgedrückt werden? Was hat der Inhalt mit der Struktur, dem Ablauf und der Zielsetzung zu tun? Und wie kann jede/r Designer/in sich seiner/ihrer eigenen Strukturen, Kompositionen und Rhythmen sicher sein?

"Il y a du cadre, mais le cadre n'existe pas."
Jacques Derrida

"Life is a cut up"
William S. Burroughs